Hypies Theorien und Gedanken

Was wäre, wenn das Lexikon folgendes enthielte? 

Kleines Lexikon für Hypies
Versuch # 345

 

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS, ADD), n,

 1.a. bezeichnet das Defizit an Aufmerksamkeit  gegenüber einem Individuum oder die mangelnde Einsicht in die nicht erklärlichen / abweichenden Bedürfnisse eines Individuums.

sic. Ein "hyperaktives" Verhalten ist hiervon getrennt zu bewerten, ist kein notwendiges Detail dieser Betrachtungen. 

moral. Eine (->) Schuldfrage ist hier irrelevant. Wenn aus solchen Schwierigkeiten Probleme werden, wird unter Umständen therapeutischer Beistand notwendig, um die gestörte Kommunikation / Interaktion zu beseitigen.

genes. Ursache sind i.d.R. unterschiedliche Wahrnehmungs- und Reaktionsmuster (->), die zu mangelhaftem Austausch zwischen den Individuen führen. Mögliche (->) Lösungsmuster sind ungeübt, Konflikte werden ohne Einsicht in die Ursachen entschieden.

Ob eine Person, die längere Zeit einem ADS ausgesetzt wird, aufgrund dieser Emission eine entsprechende Verhaltensauffälligkeit entwickelt, hängt von der individuellen Abgeschlossenheit der Entwicklung ab. Je später ein Individuum einem ADS exponiert wird, desto resistenter ist es hinsichtlich der Verarbeitung dieser gestörten Interaktion.

Wenn das ADS bereits in frühem Kindesalter zu erfahren war, wird dies mit großer Wahrscheinlichkeit zu Fehlentwicklungen und messbarem (->) psychosozialen Stress bei den Individuen geführt haben, die mittel- und langfristig keine (->) verstehende Rückkopplung erfahren (Beispiel: Rastlose Kinder, ratlose Eltern - und umgekehrt).

sympt. Symptone der Individuen, die ADS ausgesetzt werden, sind vermehrte Unruhe, Unsicherheit im sozialen Umgang, Rückzugsverhalten bei schnell einsetzender (->) Überforderung, (->) Aggressionen und Störungen des (->) Selbstbildes.

med. Medizinische Intervention kann hinsichtlich der Symptome einer (->) Überforderung oder von (->) Fluchtverhalten (z.B. Angstverhalten, Gedankenflucht) erfolgen. Hier hat sich die Gabe von Amphetaminen als nutzbringend erwiesen, da diese Medikamente kurzzeitig diese Symptome überdecken können.

soz.psych. Die Stärkung der natürlichen (->) Selbststeuerung muss hierbei Vorrang haben, d.h. wenn es möglich ist, tritt die medizinische Intervention hinter diese vorrangigen Ziele zurück.

Die früh einsetzende, mangelhafte Anpassung an vorhandene Bedingungen führt aufgrund ihrer Konfliktlastigkeit zu nachteiliger Entwicklung, wenn keine Kompensation durch ein anderes oder erweitertes Umfeld möglich ist.

Für Eltern und Kinder ist oftmals das Erlernen von angepaßter Kommunikation / Interaktion notwendig (z.B. Barkley: Problem- Solving Communication Training). 

Ebenso notwendig: "Unrealistische Erwartungshaltungen" (z.B. Barkley: Unreasonable Beliefs) müssen erkannt und abgebaut werden.

neuro. Aufgrund der (->) humanbiologischen Interaktion zwischen unstofflicher Psyche und neuronaler Materie können im Einzelfall durch mangelhafte Interaktion erzeugte progressive, abnormale  hirnorganische Muster aufgefunden werden. 

Auf  Zusammenhänge v. gestörter Kognition durch hirnorganische Veränderungen unter chronischem Stress wird hingewiesen.

b. bezeichnet die Verhaltensauffälligkeiten (Symptome) der dem ADS ausgetzten Individuen, hierdurch werden Ursache und Wirkung vertauscht.

 

Kleiner Hinweis:

Versuch # 346: Wie  fühlt sich ein ADS Kind?


Dies ist nicht der Weisheit letzter Schluß.
Dies ist ein Beitrag zum Nachdenken über
Ursache und Wirkung. Andere Sichtweisen
werden hierdurch nicht ausgeschlossen.

23.06.2001

Hypies 06/2001