Hypies Bücher

ADD, ADHD und Ritalin
Die neue Kreativität
Mehr Erfolg mit Hyperaktivität

von Kettler, Wegener

 

Wir widmen dieser Besprechung etwas mehr Raum, weil dieses Buch das unserer Ansicht nach das erste einer neuen Sorte Buch ist: Junkfood - zum Teil auch "aus Resten" gemacht. -

 Darüber könnte man hinweg sehen, einmal ist keinmal. Wir wollen nicht Gott spielen.

Aber schon suchen die o.g. Autoren im Internet und in Mailinglisten neue Interviewpartner, um bis zum Dezember 2000 ein weiteres Buch auf den Markt zu werfen: 

Ein Buch, das sich dem Thema "Ritalin" widmen soll. Und da wird es langsam kritisch. Dieses Reizthema verlangt mehr als etwas Fingerspitzengefühl.

Man fragt sich sorgenvoll, mit welcher Qualifikation und Genauigkeit die Autoren ihre Themen erarbeiten. Wir haben es untersucht und unsere Funde als Buchkritik verarbeitet.

 

Einleitung
Einfach recycelt
Die einzelnen Kapitel
Goldene Ratschläge
Die Verbreitung des Buches

 

 

Einleitung

Mehr Erfolg mit Kreativität
Neue Hyperaktivität mit Ritalin
,ADD, ADHD und so Dings.

Gemessen an dem vorliegenden Inhalt wären dies denkbare Titel für das Buch gewesen. Abgesehen von den Strapazen, die sich die Autoren bei ihren Fahrten durch Deutschland gemacht haben, ist dies eines der wahrscheinlich am mühelosesten geschriebenen Bücher der Saison.

Was im Jahr 1997 noch als ein Überraschungsbüchlein mit gewissen Informationslücken hätte durchgehen können, ist im Jahr 2000 nicht mehr ohne weiteres entschuldbar. Die Standards wurden inzwischen von Büchern wie "Zwanghaft zerstreut", "Chaosprinzessin" und so weiter gesetzt, kein Buch kann heute dahinter zurückbleiben.

Ärgerlich: 

* Die auf dem Cover genannte "neue Kreativität" konnten wir im Buch nicht finden. Vielleicht steckt sie zwischen den Zeilen, vielleicht betrifft sie die Art, wie es geschrieben wurde. Keine Ahnung.

* Ebenso enthält das Buch nur wenige Zeilen über "Ritalin", diese widmen sich eher einer dieser kruden Theorien, nach der Ritalin die Jungen weiblicher und Prozac die Mädchen männlicher machen soll. Ein hinterhältiger Anschlag auf die Geschlechter, die so androgyner gemacht werden sollen.

* Von "Mehr Erfolg mit Hyperaktivität" war im gesamten Buch nichts zu lesen, die enthaltenen Interviews erinnern eher an  Portraits von Verlieren, die ein merkwürdiges Leben fristen.

* Verwirrend: Pseudo-philosophische Fuzzy-Logik findet sich an diversen Stellen, wie zum Beispiel an dieser: "Aber wer mit seinem Gegenüber auf einer Ebene steht, kann um so leichter überwältigt werden. Björn wurde es. Weniger von den Kindern, als viel mehr von sich selbst." Wer mit sich selbst auf einer Ebene steht, überwältigt sich selbst leichter? Shakesbier? Römbrandt?

 

Einfach Recycelt

Der Urtext, die DNA, der Grundeinfall dieses Buches wurde vermutlich zu wesentlichen Teilen im Jahre 1995 erstellt. Damals hatte Franz Wegener eine goldene Nase für einen Import, der schon bald an unsere Tür klopfen würde: ADD schlug hohe Wellen in den USA. 

Franz Wegener  schrieb diesen Artikel "Unheimliche Krankheit" , durch den wir ihn eines Tages kennen lernten. Wer das Buch mit dem Urtext vergleicht, erkennt: Der Artikel wurde für das vorliegende Buch recycelt und bestimmte Einzelteile wurden als Blöcke an verschiedenen Stellen untergebracht.

Einige Beispiele?

Dr. Edward Hallowell schrieb einst diesen Text "Wie ist das, ADD zu haben?", der im Internet nicht unbekannt ist : 

"Es ist wie bei Regen mit schlechten Scheibenwischern zu fahren. Alles ist verschmiert, unscharf und Du rast vorwärts und es ist wiiiirklich frustrierend, nicht in der Lage zu sein, etwas zu erkennen. ... Oder es ist wie der Versuch, ein Kartenhaus im Sandsturm zu errichten."

Im vorliegenden Buch lesen wir schon auf der ersten Seite: 

"Das Phänomen ADD beschrieb einer unserer Interviewpartner so:

 'Das ist ein bißchen wie Autofahren mit schlammverschmierter Windschutzscheibe. Es ist schrecklich, die Fahrbahn nicht zu sehen und auch keine Möglichkeit zu haben, da zu ändern ... dann ist das, als würde ich versuchen, eine Sandburg bei einsetzender Flut bauen.'"

Im o.g. Artikel "Unheimliche Krankheit" aus 1994 fragte Wegener einen Markus:  "Wie fühlt man sich als ADDler?" -  Markus antwortete damals mit den Hallowell-Worten.

Klickt es irgendwo? Genau, Markus ist Dr. Ed Hallowell.

Wunderbar wird es erst, wenn im neuen Buch der selbe Markus wieder auftaucht, aber diesmal ist er gar kein ADDler: "Markus will von ADD nichts hören: 'Ich bin vielleicht manchmal etwas überdreht, aber das ist doch nichts besonderes.'"

Nun müssen wir annehmen, dass das Interview mit Markus in 1994 gar nicht stattgefunden hat. Im neuen Buch gibt es dieses Interview denn auch gleich gar nicht mehr,  das alles ist nun anders, wenn man ein Buch umschreibt.

Immerhin, die Beobachtungen in seiner Wohnung konnten recycelt werden. Da aber der sympathische, entwaffnende Markus in der neuen Fassung keine Sprechrolle mehr hat, besucht das Autorenteam in diesem Kapitel flugs eine ehemalige Freundin von Markus, aus der dann doch bereitwillig Informationen sprudeln, die das Kapitel retten. Warum sollte es nicht so gewesen sein?

Diesmal erfahren wir aufregende Ersatzneuigkeiten, nämlich dass Markus ein Schläger ist, der mit Springerstiefeln um sich tritt, weil er urplötzlich ausrastet... unser geliebter Markus, der Sprecher einer Bürgerinitiative, den wir seit 1994 als freundlichen, verhuschten und bekennenden ADDler kannten.

Was schreiben  Wegener / Kettler auf Seite 75 des besprochenen Buches... 

"Im vierten Schritt sorgt die begleitende Psychoratgeber-Literatur für ein "menschliches" Antlitz der neuen "Krankheit", in dem sie der geeigneten Klientel echte oder nach dem Kriterienkatalog frei modellierte Fallbeispiele vor Augen führt. Die Beispiele sind so gewählt, dass sich nach Showalter - ähnlich dem Horoskopsystem - möglichst viele Menschen in den Beispielen wiederfinden können."

Ist kein Dummer, der Wegener. Aber auch der letzte Absatz wurde aus Altmaterial recycelt. Hierzu später mehr, wenn wir Kapitel 5 anschauen.

Die einzelnen Kapitel

Kapitel 1: New Kid on the Block:

Das Buch beginnt wie einer dieser STERN-Artikel, eine Sammlung von Klischees: "Hyperaktivität bei Kindern - das ist seit dem 'Zappelphilipp' ein beliebtes Diskussionsthema am Küchentisch und neuerdings in Talkshows." Das liest sich flott, aber ist es beim Wort genommen wirklich so? Egal, wir wollen auf mehr hinaus...

Es folgen dann schon bald und kurzentschlossen die üblichen 9 Kriterien für ADD, gefolgt von 10 Kriterien für ADD mit Hyperaktivität. Etwas wesentliches wurde leichtfertig übergangen - vergessen wurde, ab wann und über welchen Zeitraum diese Kriterien vorliegen müssen. Kann ja mal passieren.

Kapitel 2: Erklärungsmodelle 

Zwei Seiten stehen für die Benennung für die Ursachen des ADD zur Verfügung. Vielleicht Neurotransmitter oder künstliche Reizarmut, Reizüberflutung, irgendwas davon, vielleicht Nasenbärensülze. Drüber gehuscht und fertig.  

Davon eine Seite über Thom Hartmann, davon wiederum die Hälfte gefüllt von  eigenen Überlegungen der Autoren, die den Kern der wichtigsten Aussagen von Hartmann zwar nicht treffen, die sich nicht auf das Klischee "Jäger und Farmer" beschränken lassen. Bereits das 1993 erschienene Hartmann-Buch enthält mehr sachliche Informationen und Gedankenspiele, die in alle möglichen Richtungen gehen, als dieses neue Buch überhaupt nur wagen würde.

Hartmann wird für Kettler / Wegener lediglich Anlass für eigenes unkundiges Fachsimpeln an der Oberfläche, wenn es zum Beispiel um eine Erklärung der hohen ADDer-Quote in den USA geht: 

"Hartmann lässt dabei außer allerdings außer acht, das viele besonders risikofreudige Europäer erst gar nicht auswandern mussten, da sie aufgrund ihrer Charaktereigenschaften in der alten Welt als Unternehmer bereits sehr erfolgreich waren. Eine Notwendigkeit zum Auswandern aufgrund von wirtschaftlicher Armut bestand erst gar nicht." 

Wahrscheinlich hatten wir damals auch schon T.I.M.E.S. in unseren Aktiendepots und keine erdrückenden Fürstenhäuser. Aaarg.

Kapitel 3: Abgrenzungen

In diesem kurzen Kapitel wird nicht sinnvoll abgegrenzt, sondern auf zweieinhalb Seiten verknappend aufgezählt, was alles nicht ADD ist. 

Auch hier wieder Patzer: "Fehler in der Hirnstruktur oder im Neurotransmittersystem können in der Regel nicht mit Medikamenten abgestellt werden."  

Ist dies überhaupt die Aufgabe solcher Medikamente? Und außerhalb der Regel -  welche Fehler in der Hirnstruktur können denn ausnahmsweise mit Medikamenten abgestellt werden?

Kapitel 4: Lebenswege - ADDler im deutschsprachigen Raum.

Das Buch enthält insgesamt 23 Seiten, die keine Interviews oder  Portraits von möglichen ADDlern sind. Die restlichen 55 Seiten sind das Ergebnis von Hausbesuchen der Autoren bei mutmaßlichen, lebenden ADDlern, die im Jahre 1997 stattgefunden haben.

Das Muster ist dieses: Das Autorenteam mit dem aufmerksamen Blick betritt die Wohnung. Nun kommen scharfer, analytischer Blick und gute Menschenbeobachtung zum Einsatz. Wäre dies nicht so, bliebe nur noch der Originalton der Interviewpartner als  Information übrig. Und wäre dies eine verlässliche Information, was einer sich so denkt?

Vorab dies - die Interviews sind recht überzeugend geschrieben, alle Achtung,  auch wenn man nicht immer versteht, warum es in jedem Fall um das Thema ADD gehen sollte. Don-Juanismus, Hypochondrie und Lebensangst machen eigentlich noch keinen ADD-Sommer.

Und es gibt Hinweise, daß dabei schon hin und wieder nachgeholfen wurde, um dem Leser etwas zu bieten. 

Wenn etwa auf Seite 48 die hellsichtigen Autoren mit dem detektivischem Blick das Klo eines Björn aus Potsdam betreten, "finden sich in einem Regal aufgereiht Fläschchen mit Medikamenten aus - wie wir den Etiketten entnehmen können - amerikanischer Produktion. Aufputschmittel, bestellt via Internet."

Da wir unsere Ohren überall in Berlin und Umgebung haben, wissen wir aus zuverlässiger Quelle, daß es sich bei den illegalen Präparaten um ein Mittel gegen Regelschmerzen für Frauen und ein Muskelrelaxanz namens "Back-Ache-Reliever", ein Kopfschmerzmittel namens "Goodies" handelte, alle diese Mittel wurden regulär während einer Reise in die Staaten erworben. Wir haben keinen Grund daran zu zweifeln.

Für zukünftige Interviewpartner ist es vielleicht interessant, zu hören, dass diese Mittel nicht offen auf einem Regal gestanden haben sollen, sondern in einem Medizinschränkchen verborgen waren und niemand die Autoren eingeladen hatte, dessen Türen während des Ganges zur Toilette zu öffnen.

Das Reizthema des illegalen Missbrauchs von Stimulantien oder Aufputschmitteln war einfach zu wunderbar, daher  mussten die Autoren es an irgendeiner Stelle einbauen, um ganz nah an der Front gewesen zu sein. Reporter in der Ecstasy-Hölle.

Dennoch sind die Interviews das Beste an diesem Buch. Jedes Kurzportrait, das dort gezeichnet wird, hat etwas Gewisses.  Und hören wir doch auf, naiv zu sein.  Natürlich wurde nach journalistischen Merkmalen selektiert, absichtsvoll beobachtet und kommentiert und somit Bilder geschaffen, auf dass Literatur entstehe.

Wie nahe die Autoren damit dem Rätsel "ADD" gekommen sind, kann man daher nicht beantworten. Wie nahe sie ihren eigenen  bereits vorhanden Überzeugungen zu diesem Thema gekommen sind, läßt sich schon eher belegen. Das nicht alles ihrs ist, was sie benutzen, haben wir beschrieben (s. Hallowell).

Wir kennen auch die Adelheid aus der Schweiz recht gut, die von den Autoren besucht wurde, vielleicht hören wir von ihr demnächst mal wieder was. Die Welt ist ja so klein...

Kapitel 5: Alternativen

Alternativen - wie das daher kommt. Was vermutet man hinter dieser Überschrift? Aber man wird nicht erraten, das es sich hierbei um Gedanken über eine alternative Erklärung der Ursache des ADD handelt, die nahelegt, das ADD eine konstruierte Erfindung sein könnte.

Hier wird als längster Eigenbeitrag der Autoren über fast neun Seiten eine Arbeit recycelt, die der Autor Wegener mit seiner Buchrezension "Hysterische Epidemien im Zeitalter der Medien - wie Psychokrankheiten erfunden und vermarktet werden" bereits geschrieben hatte. 

Wer es lesen will, kann im Internet danach suchen, es hängt dort. Im ursprünglichen Text kommt allerdings das Wort ADD nicht einmal vor, dort ging es um vollkommen andere Dinge.

Seinerzeit ging es noch um Dinge wie etwas das Chronische Müdigkeitssyndrom, das Golfkriegssyndrom, angebliche wiedergewonnene Erinnerungen im Rahmen von Kindesmißbrauch, Phantasien von Entführungen durch Außerirdische, angebliche Multiple Persönlichkeiten und Ritualmißbrauchserzählungen durch satanische Sekten usw.

Der Text wurde für das vorliegende Buch angepaßt. Nun geht es um eine bisher in der ADD-Landschaft unvernommene Theorie, das ADD eine Internet-Hysterie sein könnte, die von Kettler / Wegener  im Gutachterstil  auf das Thema ADD hin abgewandelt überprüft wird. 

Ergebnis: Die Theorie wird weder widerlegt noch bestätigt. Das ist ärgerlich, denn dieses ganze Kapitel ist sachlich daneben, dient als Füllmaterial, verwirrt den Leser zusätzlich. Hier wird lediglich mit Reizthemen gespielt und es ist ärgerlich, dass jemand, der immerhin einen Hallowell beleiht, sich doch mit dem Thema ADD kaum auseinander gesetzt zu haben scheint.

Dieses Kapitel wurde allem Anschein nach ab- und umgeschrieben, um bereits vorhandene Texte aus dem Zettelkasten der Autoren ein zweites Mal an den Mann zu bringen. 

 

Goldene Ratschläge

Kapitel 6: Lösungswege

Die im Buchtitel versprochenen Rezepte für Erfolg, neue Kreativität und Vorteile im Job bestehen aus unverbindlichen Allgemeinplätzen und Dingen, die wir schon lange irgendwo anders besser gelesen haben. 

Holen Sie sich eine Diagnose. Grüßen Sie ihren Nachbarn. Machen Sie ToDo-Listen. Brechen Sie aussichtslose Karrieren ab.

Mitten drin Zeug, das wirklich ungehörig ist: 

"Das Anstreben von Perfektionismus und Dauerhaftigkeit ... sind dagegen Gift für ADDler. Aufgaben die Verantwortungsbewußtsein und Dauerhaftigkeit voraussetzen, wie etwa die Betreuung von Kleinkindern, sollten ... an Nicht-ADDler delegiert werden." 

Das klingt nach Heimunterbringung für die Kinder von ADD-Eltern. So einen Ratschlag konnte man zuvor noch nicht lesen. 

Die Verbreitung des Buches

Die Autoren haben freizügig diversen Selbsthilfegruppen, so auch uns, jeweils eine Seite für eine Selbstdarstellung spendiert, wahrscheinlich weil damit eine Werbung auch in diesen Gruppen erwartet werden konnte.

Gleichzeitig bewerben die Autoren ihr Buch auch in den Seiten von amazon.de, wo es nebenbei jedem Leser gestattet ist, auch eine Rezension zu hinterlegen. 

Wir finden heute an dieser Stelle gleich zwei Rezensionen von ein und derselben Person, die ihre Rezensionen von so einem No-Name-Server gesandt hat. Nachrichten von solchen Servern stammen auch immer wieder aus  grauen Randbereichen des Internet, die es unter anderem erlauben, ohne nachprüfbare Angaben zur Person schnell in eine andere Identität zu schlüpfen und sich als Dritter selbst eine treffliche Rezension zu schreiben.  Eine erste Recherche unter dem Namen der Rezensentin in einer  Tele-Info-Datenbank geht ins Leere... 

Die beiden wortgewandten Belobigungen mit jeweils fünf Sternen, könnten mit Leichtigkeit aus der Werbeabteilung des Verlages der Autoren stammen, ob es so ist, können wir nicht wissen. Wir denken an Markus und seine vielen wundersame Verwandlung...

In diesen beiden Rezensionen die Sensationshoffnung angestachelt, wenn es heißt, dass das Buch die Erkenntnis beinhalten würde, dass so mancher  ADDer wohl gar keiner sei und dass ggf. andere Motive für das Bekenntnis für ADD vorliegen würden. So mancher  "Berufsbetroffene" mit ergiebiger "Therapiekarriere" würde auf Grund des Buches "schäumen". Auch werde im Buch die Rolle der behandelnden Psychologen  kritisch hinterfragt.

Merkwürdig: Es findet sich im Buch überhaupt keine solche "kritische Hinterfragung" der Rolle von behandelnden Psychologen, keine Zeile zu "Berufsbetroffenen" mit "Therapiekarrieren", die nun "schäumen" müssten. Woher nimmt diese Stimme aus dem "Off" ihre Wahrheiten? Sie scheint mehr zu wissen, als der durchschnittliche Leser.

Sollte dies eventuell die verborgene Botschaft der Autoren sein? Dann müssen wir die o.g. Theorie des "ADD als Medienhype" noch ganz anders beurteilen. Dann ist dies kein Ausrutscher, sondern ein gezielter Angriff auf Mediziner, Therapeuten und nicht zuletzt auf die Betroffenen.

Gibt diese Rezensentin (ohne regelrecht überprüfbare Internet-Identität)  etwa die  verschlüsselte Botschaft der Autoren wieder? Ist es das Ziel des Autorenteams, "Berufsbetroffene" zum "Schäumen" zu bringen, Psychologen ins Gerede zu bringen, allgemeine Verunsicherung in die ohnehin zerfahrene ADD-Landschaft zu tragen und vielfältige Verschwörungstheorien auszustreuen, die dem Verkauf des Buches als  "längst überfälliges kontroverses Buch" förderlich sein sollen?

"Sachlich, kritisch - toll"  - von wegen. 

Danke also für alles und

Bitte, geben Sie unsere Empfehlung weiter.

 

Hypies 7 / 2000