Hypies Büchertips
Kinder im Streß
von Arnold Lohaus und Johannes Klein-Heßling
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Kinder im Streß und was Erwachsene dagegen tun
können ISBN 3-406-42135-0, Verlag Beck Rh, 1999 |
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Klappentext: "Schon im Grundschulalter leiden viele Kinder unter typischen Streßsymptomen wie Appetitlosigkeit, Bauchweh, Kopfschmerzen oder Schlafschwierigkeiten. Häufig sind diese Beschwerden Ausdruck der alltäglichen Überforderung des Kindes in der Schule, zu Hause oder in der Freizeit. Dieses Buch zeigt mittels Fragebogen, Checklisten und konkreten Übungen, wie Eltern, Erzieher, vor allem aber auch die Kinder selbst die Streßbelastungen verringern können. Es bietet damit eine ebenso seriöse wie umfassende Hilfestellung, wie sich der kindliche Alltag so gestalten läßt, daß die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert und nicht allzu oft überfordert werden." Haben wir schon gesagt, daß wir ADS unter anderem für ein Streß-Syndrom halten, bei dem es um Angriff (Stören) oder Fliehen (Wegträumen) geht und bei dem, wenn der Streß schon in frühester Kindheit entsteht, chronische Streßerscheinungen wie Konzentrationsstörungen, rasche Erschöpfung, Angst, Unruhe, Aggressivität, Lustlosigkeit, Gedankenflucht, Denkblockaden und der ganze Rattenschwanz an sozialen Problemen entsteht. "Leicht nachzuvollziehen sind beispielsweise Verhaltensreaktionen wie eine erhöhte körperliche Unruhe, eine Aktivitätssteigerung, eine erhöhte Fahrigkeit und Konzentrationsstörungen." - Seite 49 des Buches Aber auch: "Auch eine von Außenstehenden beobachtete Ruhe kann Ausdruck von Überforderung sein. So können Kinder, die auch in anderen Kontexten wenig Emotionen zeigen, ihren Streß und Ärger beispielsweise durch Tagträumereien, Ablenkungen oder Vermeidungen zu bewältigen versuchen. Der Erwachsene erkennt in solchen Fällen kaum, daß das Kind unter Belastungen leidet." Das Buch widmet sich dem Vor- und Grundschulalter und Hyperaktivität kommt dort weniger vor. Dennoch ist es unser Thema, wenn über Kinder mit ADS sprechen. Wir meinen aber mit allem Nachdruck, daß die ADS-Symptomatik als Streß-Syndrom früher beginnt, nämlich, wenn das Setting (die Umgebung) der ersten Jahre nicht mit den genetischen Vorgaben übereinstimmt und bestimmte Impulse ohne Antwort bleiben oder sogar zu massiven Konflikten führen. ADS-Kinder sind eben oft auch Kinder, die aufgrund der falschen Antworten auf ihre frühe genetisch programmierte Aktivität als Säugling und ihre unerwiderten Lebensbewältigungs-Instinkte unter permanentem Streß leben. Es scheint so, als ob wir dies zum eigentlichen Thema machen müßten, bis es alle und jedermann erreicht hat. Unsere Experten reden immer noch nur über Symptome, nicht über Ursachen. Und vielleicht liegen wir ja falsch, aber daran glauben wir zur Zeit mitnichten. Eure Hypies |