Hypies Übersetzungs-Service

Informationen zu Ritalin®,

- gefunden bei Novartis, USA -

- Alle Angaben sowie die  Übersetzungen 
erfolgen ohne jede Gewähr - 

 

Anbei eine  Gegenüberstellung von Informationen:
  1. Der Käufer von Ritalin erhält in Deutschland die Informationen in Spalte A.
  2. Der amerikanischen Käufer erhält viel mehr Informationen, siehe Spalte B.

Traurig macht uns eigentlich nur die Spalte A, die noch nicht einmal den Stand von 1996 erreichen will, für das uns eine Fachnachricht vorliegt, die im übrigen in der amerikanischen Medikamentbeschreibung zu 80 % enthalten ist. In Deutschland gibt es Ritalin für etwas namens HKS und sogenannte hyperkinetische Kinder. Was ist eigentlich ADD, gibt es das eigentlich in Deutschland? Und was haben Erwachsene damit zu tun?

Na, ich denke, ihr versteht schon, warum wir uns mal wieder aufregen könnten... 

 

A. Deutscher  Beipackzettel, 08/2000  

- mit dem Medikament erworben,  
Stand lt. Zettel  
leider immer noch 02/1997

B. Novartis, Beipackzettel, 
USA aus dem Internet
Stand 11/1999
Ritalin®
Tablette 10 mg
Wirkstoff: Methylphenidathydrochlorid 

 

Ritalin® Hydrochlorid, Methylphenidathydrochlorid
USB-Tabletten
Ritalin-SR®
Methylphenidathydrochlorid USP
Sustained-Release Tabletten
Zusammensetzung
1 Tablette enthält:
Arzneilich wirksamer Bestandteil.
10 mg Methylphenidathydrochlorid

Darreichungsform und Inhalt Teilbare Tabletten Packungen mit 20 (N1) und 40 (N2) Tabletten

Ritalin Hydrochlorid, Methylphenidathydrochlorid USP ist als  sanftes Stimulanz für das zentral-nervöse System (CNS) als Tabletten von 5, 10 und 20 mg für die mündliche Aufnahme verfügbar; Ritalin-SR steht zur mündlichen Aufnahme als Langzeit- Freigabe- Tablette von 20 mg zur Verfügung.
 

Methylphenidathydrochlorid ist Methyl-a- Phenyl-2- piperidineacetate Hydrochlorid und seine strukturelle Formel ist:

Methylphenidathydrochlorid

  USP ist ein weisses, geruchloses, feines Kristallpulver. Seine Reaktion auf Lackmus ist  sauer. Es ist in Wasser und in Methanol leicht löslich, löslich in Alkohol und leicht löslich in Chloroform und in Aceton. Sein molekulares Gewicht ist 269.77.
Sonstige Bestandteile.

 

Laktose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Talkum, Tricalciumphosphat, Weizenstärke, Gelatine.

Zutaten. Ritalin Tabletten: D&C Gelb Nr. 10 (5-mg und 20-mg Tabletten), FD&C Grün Nr. 3 (10-mg Tabletten), sowie

Laktose, Magnesiumstearat, Polyethylene Glykol, Stärke (5-mg und 10-mg Tabletten), Saccharose, Talkum und Tragacanth (20-mg Tabletten).

 
Klinische Pharmakologie
Der Wirkstoff Methylphenidat gehört zur Substanzklasse der zentralen Stimulantien Ritalin ist ein sanftes Stimulans für das zentralnervöse System. 
 

Der tatsächliche Wirkmechanismus  im Menschen wird tatsächlich nicht völlig verstanden, aber Ritalin löst vermutlich im Gehirnstamm und im Cortex  eine Erregung aus, um seine anregende Wirkung zu produzieren.

Es gibt weder bestimmten Beweise, die eindeutig den Mechanismus belegen, durch den  Ritalin seine geistige und verhaltensspezifischen Wirkungen in Kind vollzieht,  noch gibt es überzeugende Beweise bezüglich der Art, wie diese Wirkungen mit dem  zentralen nervösen Nervensystem zusammenspielen.

Ritalin in den SR Tabletten ist langsam, wird aber ebenso ausgiebig aufgenommen, wie bei den standardmäßigen Tabletten.

 

  C. zusätzliche Quelle, Fachinformation Geigy
Stand
03/1996, Auszug

Pharmakologische Eigenschaften

Der in Ritalin enthaltene Wirkstoff Methylphenidat ist ein Psychostimulans. 

Die Wirksubstanz hat folgende Strukturformel und Bezeichnung:

Methylphenidathydrochlorid

Chemisch gesehen stellt er einen basischen Ester der Phenylessigsäure dar. Das Molekül enthält das Phenylethylaminskelett, das für die amphetaminähnlichen Wirkungen verantwortlich gemacht wird.

Tierexperimentell wirkt Methylphenidat indirekt sympathomimetisch durch Freisetzung von Noradrenalin aus intraneuronalen Speichern adrenerger Neurone und Hemmung der Wiederaufnahme. Dosisabhängig, d. h. mit steigender Konzentration im Zentralnervensystem, setzt Methylphenidat auch Dopamin frei und hemmt dessen Wiederaufnahme. 

Anders als bei Amphetamin werden bei Tieren, die mit Reserpin vorbehandelt wurden, keine Katecholamine durch Methylphenidat freigesetzt. Dies bedeutet, daß durch Methylphenidat induzierte Stereotypien mit Reserpin unterbunden werden können.

Die indirekt sympathomimetische Wirkung von Methylphenidat beim Menschen kann zu Blutdruckanstieg, Pulsfrequenzbeschleunigung und Verminderung des Tonus der Bronchialmuskulatur führen. 

Diese Wirkungen sind in der Regel nicht sehr stark ausgeprägt. Die zentralstimulierende Wirkung äußert sich unter anderem in einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Leistungs- und Entscheidungsbereitschaft, psychophysischer Aktivität sowie in Unterdrückung von Müdigkeit und körperlicher Abgeschlagenheit. 

Insbesondere bei mißbräuchlicher Anwendung kann dies zu einer Verkennung der Grenzen des Leistungsvermögens bis hin zum Zusammenbruch physiologischer Funktionssysteme, bei Überdosierung zum Tode führen. 

Methylphenidat kann den Appetit vermindern und bei hoher Dosierung zu Körpertemperaturanstieg führen. Ebenfalls bei hoher Dosierung bzw. nach längerem Gebrauch können Verhaltensstereotypien ausgelöst werden.

Die Molekülstruktur von Methylphenidat zeigt zwei Asymmetriezentren und tritt daher in vier Stereoisomeren auf. Die pharmakodynamisch aktive Konfiguration ist die threo-Form.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Anwendungsgebiete Indikationen:
Hyperkinetische  Verhaltensstörungen bei Kindern im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie.

Zwanghafte Schlafanfälle während des Tages (Narkolepsie) im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie.

Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, 

Narkolepsie

  Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (gekannt zuvor als minimale Gehirnfunktionsstörung in Kindern). Andere Angaben, die verwendet werden, um dieses Verhaltenssyndrom unten zu beschreiben, umfassen: Hyperkinetisches Syndrom bei Kindern, minimaler Gehirnschaden, minimale zerebrale Funktionsstörung, Minimale Cerebrale Dysfunction. 

Ritalin ist als ein integraler Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms angezeigt, das normalerweise andere heilende Maßnahmen (psychologische, schulische, soziale) für eine sich stabilisierende Wirkung bei Kindern einbezieht, die ein Verhaltenssyndrom vorweisen, das  von der folgenden Gruppe von entwicklungsmäßig unangepaßten Symptomen charakterisiert wird:  

Leichte bis schwerwiegende Ablenkbarkeit, kurze Aufmerksamkeitsspanne, Hyperaktivität, emotionale Labilität und Impulsivität. 

Die Diagnose dieses Syndroms sollte nicht mit Endgültigkeit gemacht werden, wenn diese Symptome einen vergleichbar neuerlichen  Ursprung haben.

Nicht lokalisierbare (leichte) neurologische Zeichen, Lernbehinderungen und abnormales EEG können, aber müssen nicht vorhanden sein und eine Diagnose einer zentralnervösen Störung kann aber muss nicht gegeben sein.

  Spezielle diagnostische Erwägungen: 

Eine bestimmte Ätiologie von diesem Syndrom ist unbekannt, und es gibt keinen einzelnen diagnostischen Test. 

Eine adäquate Diagnose erfordert die Verwendung nicht nur medizinischer Elemente, sondern auch spezieller psychologischer, Bildungs- und sozialer Ressourcen. 

Merkmale, die weithin gemeldet sind, umfassen:

* Eine langanhaltende Geschichte der kurzen Aufmerksamkeitsspanne, 
* Ablenkbarkeit, 
* emotionale Labilität, 
* Impulsivität und 
*gemässigte  bis  schwerwiegende Hyperaktivität; 
* minimale neurologische Auffälligkeiten und anormales EEG. 
*Lernverhalten kann oder kann nicht beeinträchtigt sein. 

Die Diagnose muss auf einer vollständigen Geschichte und Auswertung der Kindheit beruhen und sollte nicht einzig auf der Sicht der Gegenwart von ein oder mehr von diesen Merkmalen basieren.

Medikamentenbehandlung ist nicht für alle Kinder mit diesem Syndrom angezeigt. 

Stimulanzien sind nicht für den  Gebrauch eines Kindes bestimmt, das Symptome aufweist, die Umwelt-Faktoren nachfolgen und/oder zu einer hauptpsychiatrischen Störung, einschließlich einer  Psychose angehören. 

Die angemessene schulische Platzierung  ist wesentlich, und psychosoziale Intervention ist im allgemeinen notwendig. 

Wenn andere Heilmaßnahmen allein unergiebig sind , hängt es vom Urteil eines  Arztes ab, eine  Beurteilung des Andauerns und des Schweregrad der Symptome des Kindes zu treffen und ggf. eine Stimulantien-Behandlung zu verordnen.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Gegenanzeigen Wann dürfen Sie Ritalin nicht anwenden?  Kontraindikationen
 

Merkliche Sorge, Spannung und Erregung sind contraindiziert zu Ritalin, da das Medikament diese Symptome verschlimmern kann. 

 

Wann dürfen Sie Ritalin erst nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt anwenden?


Bei familiärem Vorkommen von motorisch-verbalen Tics sollte Ritalin nicht angewendet werden.

Contraindiziert ist Ritalin ist auch bei Patienten, die auf Medikamente hypersensibel reagieren, Patienten mit einem Glaukom oder Patienten mit motorischen Tics oder einem Tourette-Syndrom in der Familiengeschichte.
Angsterkrankungen,   
Magersucht,   
Gilles-de-la- Tourette-Syndrom  
bei Erkrankungen mit
schizophrener Symptomatik 
 
bei arterieller
Verschlußkrankheit
und schwerer Angina pectoris, 
 
Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Herzschlag und
Zustand nach Schlaganfall, 
 
ferner bei Schilddrüsenüberfunktion,  
 bei erhöhtem Augeninnendruck  
vergrößerter Prostata mit Restharnbildung und   
bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Methylphenidat bzw. ähnlichen Stoffen;   
während oder innerhalb von 14 Tagen nach Einnahme von MAO-Hemmstoffen  
bei Patienten mit einer zurückliegenden Drogenabhängigkeit bzw. mit Arzneimittel- oder Alkoholmißbrauch.  

Bei plötzlichem Absetzen können Symptome wie erhöhtes Schlafbedürfnis, Heißhunger, Verstimmungen, Depression, psychotische Reaktionen und Kreislaufregulationsstörungen auftreten.

 

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen? Warnungen
 

Für die Behandlung von Kindern unter 6 Jahren liegen ausreichende klinische Daten nicht vor.

Ritalin sollte nicht unter sechs Jahren verschrieben werden, da Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen worden sind.

Ausreichende Daten über Sicherheit und Wirksamkeit von langfristiger Verwendung von Ritalin bei Kindern sind zur Zeit nicht vorhanden. 

Die klinische Bedeutung der Verminderung des Längenwachstums und der verzögerten Gewichtszunahme bei Kindern ist nicht endgültig geklärt. Daher sollten gegebenenfalls mehrmonatige Medikationspausen in den Therapieplan eingebaut werden. 

Regelmäßige Längen- und Gewichtskontrollen sowie eine strenge Überwachung anderer Wachstumswerte werden empfohlen.

Obwohl ein kausaler Zusammenhang nicht bewiesen worden ist, ist die Unterdrückung des Wachstums (i.e. Gewichtszunahme und/oder Höhe) bei der langfristigen Verwendung von Stimulanzien in Kindern berichtet worden. 

Deshalb sollten Patienten, die langfristige Therapie benötigen, sorgfältig überwacht werden.

 

Ritalin darf nicht angewendet werden bei: Endogener Depression, 

Ritalin sollte nicht für schwerwiegende Depression mit entweder exogenem oder endogenem Ursprung verwendet werden.
  Klinische Erfahrungen legen nahe, dass bei psychotischen Kindern die Einnahme von  Ritalin die Symptome von Benehmensstörung und Gedankenstörung verschlimmern kann.
  Ritalin sollte nicht für die Verhütung oder Behandlung normaler Erschöpfung verwendet werden gibt an.

Methylphenidat kann die Krampfbereitschaft erhöhen.  Beim Auftreten epileptischer Anfälle sollte Ritalin abgesetzt werden. 
Es gibt klinische Beweise, dass Ritalin die konvulsive Schwelle in (Epilepsie-) Patienten 
* mit vorheriger Geschichte von Anfällen,  
* mit vorherigen EEG Abnormitäten in Abwesenheit von Anfällen 
* und sehr selten in Abwesenheit der Geschichte von Anfällen und keinen vorherigen EEG Beweisen von Anfällen senken kann.

Eine sichere begleitende Verwendung von Anti-Epileptika und Ritalin ist nicht nachgewiesen worden. 

In der Gegenwart von Anfällen sollte das Medikament eingestellt werden.

sowie bei mittelschwerem und schwerem Bluthochdruck Die Verwendung bei Patienten mit Hypertonie sollte vorsichtig erfolgen. Der Blutdruck sollte in entsprechenden Intervallen in allen Patienten überwacht werden, die Ritalin nehmen, besonders aber bei  jenen mit Hypertonie.
  Über Symptome von visuellen Störungen wurde in seltenen Fällen berichtet. Schwierigkeiten mit der Anpassung und dem Verwischen von Visionen sind berichtet worden.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Wechselwirkungen  Medikamenteninteraktionen
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Ritalin?  
Ritalin sollte nicht zusammen mit MAO-Hemmern angewendet werden, da es zu einer Verstärkung der stimulierenden Wirkung von Ritalin kommen kann. 

Bei gleichzeitiger Anwendung kann Ritalin die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere von Guanethidin, herabsetzen. 

Vorsichtige Verwendung von blutdrucksenkenden Mitteln und MAO-Hemmern.

 

Ritalin kann die (blutdrucksenkende) hypotensive Wirkung von Guanethidin vermindern.  


Andererseits kann die anfängliche
blutdrucksteigernde Wirkung von Guanethidin und Amantadin verstärkt werden. Da Ritalin den Abbau von
blutgerinnungshemmenden Mitteln (Cumarinen), Antiepileptika (z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Primidon), von
Neuroleptika und bestimmten Antidepressiva (Imipramin, Desipramin) sowie Phenylbutazon im Organismus hemmt,
muß deren Dosis bei gemeinsamer Gabe mit Ritalin eventuell reduziert werden.
Menschliche pharmakologische Studien haben gezeigt, dass Ritalin den Stoffwechsel von Cumarinen, Antikoagulanzien, Antiepileptika (Phenobarbital, Diphenylhydantoin, Primidon), Phenylbutazon und trizyclischen Medikamenten (wie Imipramin, das Clomipramin, Desipramin) hemmen kann.

Abwärtsdosierungsänderungen dieser Medikamente können erforderlich sein, wenn  mit Ritalin zusammen verordnet.

Die Gabe von Medikamenten, die die Magensäure binden (Antazida), verschlechtert die Aufnahme des Wirkstoffes
Methylphenidat erheblich,
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
 
Voraussetzung für die Anwendung ist ein striktes Dosierungsregime mit medikationsfreien Intervallen, bei Kindern z.B. in den Schulferien, bei Narkolepsie-Patienten z.B. an arbeitsfreien Tagen. Auf diese Weise kann die Gefahr des Nachlassens der Wirkung, besonders bei Narkolepsie-Patienten, verringert werden.  
Das Ansprechen auf die Behandlung mit Ritalin kann individuell sehr unterschiedlich sein. Deshalb sollte bei ausbleibendem Oder unbefriedigendem Therapieerfolg,
spätestens bei Erreichen der maximalen Tagesdosis, der Wechsel auf ein anderes zentralstimulierendes
Medikament erwogen werden.
 

Bei der Narkolepsie ist es wichtig, einen gleichen Tag-/Nachtrhythmus mit festen Zeiten einzuhalten. Die Medikation sollte diesem Rhythmus angepaßt, und die letzte Dosis wegen möglicher Schlafstörungen vor 16.00-18.00 Uhr eingenommen werden. Wenn die Wirkung auf die Symptome der Narkolepsie nicht ausreicht, sollten Sie die Dosis
nicht eigenmächtig erhöhen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, ob der Wechsel auf ein anderes  Medikament in Frage kommt.

 

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
  Vorsichtsmassnahmen
Bei längerer Behandlungsdauer sollte von Zeit zu Zeit das Differentialblutbild bestimmt werden.

Patienten mit einem Element der Erregung können negativ reagieren; Therapie einstellen, wenn notwendig.

Periodisches CBC, Differentialblutbild und Blutplättchenzählungen ist während verlängerter Therapie geraten.

Medikamentenbehandlung wird nicht in allen Fällen von diesem Verhaltenssyndrom angezeigt und sollte nur in Licht der vollständigen Geschichte und Auswertung des Kindes betrachtet werden. 

Der Entschluss, Ritalin zu verordnen, sollte von der Beurteilung durch den Arzt abhängen. Hier zählen vor allem der chronische Charakter der Symptome  und der Schweregrad der Symptome des Kindes und ihrer Angemessenheit  hinsichtlich des  Alters des Kindes. 

Die Verschreibung sollte nicht einzig von der Gegenwart und dort nicht von ein oder mehr auffälligen Verhaltensmerkmalen abhängen.

Wenn diese Symptome mit akuten Stressreaktionen verbunden werden, ist die Behandlung mit Ritalin normalerweise nicht angezeigt.

Langfristige Wirkungen von Ritalin bei Kindern sind nicht gut belegt.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung Dosierung und Einnahme
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihre Ärztin/Ihr Arzt Ritalin nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Ritalin sonst nicht richtig wirken kann!
 
Wieviel von Ritalin und wie oft sollten Sie Ritalin anwenden?
Die Dosis muß den Erfordernissen des Einzelfalles angepaßt werden. 

Die Therapie mit Ritalin sollte mit einer niedrigen Dosis begonnen und in kleinen Stufen bis zum Erreichen einer verträglichen und genügend wirksamen
Dosis gesteigert werden.
 

Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein wie möglich zu halten.

Ritalin sollte  in kleinen Dosen eingeführt werden, mit allmählichen wöchentlichen Zuwächsen. 

Dosierung sollte individualisiert entsprechend dem Bedarf und den Reaktionen vom Patienten sein.

  Erwachsene

Tabletten: 

In geteilten Dosen 2 oder 3mal täglich, am besten 30 bis 45 Minuten vor Mahlzeiten einnehmen. Durchschnittliche Dosierung ist 20 bis 30 mg täglich. Einige Patienten können 40 bis 60 mg täglich benötigen. Bei anderen wird 10 bis 15 mg täglich adäquat sein. 

Patienten, die außerstande zu schlafen sind, wenn die Medikation spät einsetzt, sollten die letzte Dosis vor 6 P.m. nehmen.

Narkolepsie:

Die übliche therapeutische Dosis beträgt 1-6 Tabletten (10-60 mg Methylphenidat) pro Tag. Im Durchschnitt beträgt
die Tagesdosis 2-3 Tabletten (20-30 mg Methylphenidat). Diese Dosen gelten auch für Kinder mit Narkolepsie. Die
Tagesdosis sollte auf 2-3 Einzelgaben auf geteilt werden.
 

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Dosierungsanleitung Kinder Dosierung Kinder
 

Die Therapie mit Ritalin sollte mit einer niedrigen Dosis begonnen und in kleinen Stufen bis zum Erreichen einer verträglichen und genügend wirksamen
Dosis gesteigert werden.
 

Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein wie möglich zu halten.

Ritalin sollte  in kleinen Dosen eingeführt werden, mit allmählichen wöchentlichen Zuwächsen. 

Tägliche Dosierung über 60 mg wird nicht empfohlen.

Wenn sich nach der von der Ärztin/dem Arzt empfohlenen Dosisanpassung im Verlaufe eines Monats die Symptome
des Hyperkinetischen Syndroms nicht bessern, sollte die Behandlung abgebrochen werden. 
Wenn eine  Verbesserung nach einer Frist von einem Monat der korrekten Einstellung auf das Medikament nicht beobachtet wird, sollte das Medikament abgesetzt werden.
Hyperkinetisches Syndrom Im Kindesalter:


Die Behandlung sollte mit einer 1/2 Tablette (5 mg Methylphenidat) pro Tag, die am Morgen genommen wird, begonnen werden, 

Anschließend kann die Tagesdosis in wöchentlichen Abständen um 1/2-1 Tablette (5-10 mg Methylphenidat) gesteigert werden, wobei eine maximale Tagesdosis von 6 Tabletten (60 mg Methylphenidat) nicht überschritten werden sollte. 

Die Gesamttagesdosis wird üblicherweise auf 2-3 Einzelgaben verteilt eingenommen.

Die Wirkung tritt bei ausreichend hoher Dosis innerhalb einer Stunde nach der Einnahme ein.

Kinder ( 6 Jahre und älter )

Tabletten

Beginnen mit 5 mg zweimal täglich (vor dem Frühstück und dem Mittagessen) mit allmählichen wöchentlichen Zuwächsen zwischen 5 bis 10 mg.

 



 

 

 


 

SR Tabletten: 

Ritalin-SR Tabletten haben eine Wirkdauer von ungefähr 8 Stunden. Deshalb können Ritalin-SR Tabletten statt Ritalin Tabletten eingesetzt werden, wenn die 8 Stundendosierung von Ritalin-SR der angemessenen 8 Stundendosierung von Ritalin entspricht. 

Ritalin-SR Tabletten müssen als Ganzes geschluckt werden und nie zerstoßen oder zerkaut werden.

Bei Verstärkung von Symptomen oder anderen unerwünschten Wirkungen sollte die Dosierung reduziert oder Ritalin abgesetzt werden. Wenn eine paradoxe Verschlimmerung von Symptomen oder anderem ungünstige Wirkungen auf treten, sollte die Dosierung reduziert werden oder, wenn notwendig, das Medikament abgesetzt werden.
Um den Zustand des Kindes beurteilen zu können, sollte Ritalin von Zeit zu Zeit versuchsweise abgesetzt werden. Es ist möglich, daß die Besserung auch dann bestehen bleibt, wenn das Medikament zeitweilig oder ganz abgesetzt wird. Ritalin sollte periodisch eingestellt werden, um die Bedingung des Kindes zu beurteilen. Eine Verbesserung des allgemeinen Zustandes kann bestehen bleiben, wenn das Medikament entweder vorläufig oder permanent eingestellt wird.
Die medikamentöse Behandlung sollte nicht auf unbestimmte Zeit ausgedehnt werden. Sie kann im allgemeinen während oder nach der Pubertät beendet werden. Medikamentenbehandlung sollte nicht und muss nicht über unbestimmte Zeit erfolgen. Mit der Behandlung kann normalerweise nach Pubertät aufgehört werden .

 

A. Beipackzettel,     08/2000

B. Novartis, USA
Wie und wann sollten Sie Ritalin anwenden?
Die Resorption des Wirkstoffes Methylphenidat wird durch Mahlzeiten beeinträchtigt. Daher sollte die Gabe möglichst eine Stunde vor oder nach den Mahlzeiten erfolgen. 

Um bei Kindern Appetitlosigkeit zu vermeiden, wird die Gabe von Ritalin eine Stunde nach den Mahlzeiten empfohlen.
Die Tabletten sollten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werde

  

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Welche Genußmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?
Durch Alkohol können die Effekte von Ritalin in unvorhersehbarer Weise verstärkt werden. Verzichten Sie daher auf den gleichzeitigen Genuß von Alkohol.

Die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes Methylphenidat kann bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme deutlich
verschlechtert werden.
 

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
keine Angabe zur Bioverfügbarkeit Bioverfügbarkeit

 _

 

Die relative Bioverfügbarkeit der SR Tafel ließ sich mit der Ritalin Tablette vergleichen, gemessen von der Harnausscheidung des Ritalin-Hauptmetaboliten (a-Phenyl-2-piperidineacetate acid) waren 105% (49% -168%) bei Kindern und 101% (85% -152%) bei Erwachsenen. 

Die Zeit bis zum Höchstwirkungspunkt bei  Kindern war 4,7 Stunden (1,3-8 ,2 Stunden) für die SR Tabletten und 1,9 Stunden (0,3-4 ,4 Stunden) für die Tabletten. Ein Durchschnitt von 67% der SR-Dosis  wurde bei den  Kindern ausgeschieden, verglichen  mit 86% bei den  Erwachsenen.

In einer klinischen Studie, die sich Erwachsenen widmete, die SR Tabletten erhielten, schien die Plasmakonzentration des Haupt-Methaboliten des Ritalin in  Frauen größer zu sein, als in Männern. Keine Geschlechtsunterschiede wurden für die Plasmakonzentrationen des Ritalin beobachtet.

 

  C. zusätzliche Quelle, Fachinformation Geigy
Stand
03/1996, Auszug

Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit

Methylphenidat wird rasch und vollständig resorbiert und überwindet die Blut-Hirn-Schranke leicht. Bei Erwachsenen wurde nach einer 20 mg-Dosis der Gipfel der Plasmakonzentration nach 2 Stunden erreicht; die Halbwertszeit beträgt 2 bis 4 Stunden (in einer Studie 2 bis 7 Stunden). Die Metaboliten waren im Verlauf von 72 Stunden ausgeschieden. Bei Kindern mit hyperkinetischem Syndrom wurde der Gipfel der Plasmakonzentration nach oraler Gabe von 0,35 mg/kg Körpergewicht nach 2,5 (±0,65) Std. und nach Gabe von 0,65 mg/kg Körpergewicht in 1,9 (±0,82) Std. erreicht. Hier betrugen die Halbwertszeiten 2,5 (± 0,6) Std. bzw. 2,6 (±0,3) Std. Die maximalen Plasmakonzentrationen wurden mit 11,2 (± 2,7) ng/mI bzw. 20,2 (± 9,1) ng/ml angegeben. Diese Daten wurden mit gewissen Abweichungen in anderen Untersuchungen bestätigt.


Im Blut verteilen sich Methylphenidat und seine Metaboliten auf Plasma (57%) und Erythrozyten (43%). Die Bindung von Methylphenidat und seinen Metaboliten an Plasmaproteine ist mit 10-33 % gering. Das apparente Verteilungsvolumen berechnet sich auf 13,1 l/kg.

Die absolute Bioverfügbarkeit ist niedrig. Sie beträgt zwischen 10 und 500/0 bei Kindern. Daher ergeben sich beträchtliche inter- und intraindividuelle Variationen der Plasmakonzentration, die jedoch ohne prädiktiven Aussagewert für die therapeutische Wirksamkeit sind. Die relativ kurze Halbwertszeit korreliert gut mit der Wirkdauer von 1 bis 4 Std.

Methylphenidat wird vornehmlich zu Ritalinsäure abgebaut. Die renale Ausscheidung von Ritalinsäure erfolgt langsam, so daß eine Akkumulation bei Patienten mit Niereninsuffizienz möglich ist. Da Ritalinsäure geringe oder gar keine pharmakodynamische Aktivität besitzt, spielt dies therapeutisch eine untergeordnete Rolle. Ein kleinerer Anteil wird zu p- Hydroxymethylphenidat und der Rest zu Oxyritalinsäure und Oxymethylphenidat hydroxiliert. Die Substanz wird nahezu vollständig metabolisiert und erscheint im Urin unverändert nicht. Diese Reaktion scheint nicht pH-abhängig zu sein.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten? Gebrauch in der Schwangerschaft

Es liegen keine Daten vor, die eine Risikoabschätzung für Ritalin ermöglichen. Es sollte daher während der
Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Auch während der Stillzeit sollte Ritalin von der Mutter nicht eingenommen werden.

Adäquate Tierzucht-Studien, die eine sichere Verwendung von Ritalin während Schwangerschaft beweisen könnten, sind nicht geführt worden. 

Jedoch ist von Methylphenidat in einer vor kurzem geführten Studie bewiesen worden, des es fruchtschädigend (teratogenisch) in Kaninchen wirkt, wenn  Dosen von 200 mg/kg/Tag gegeben werden, was ungefähr 167mal und 78mal die maximal empfohlene menschliche Dosis auf jeweils mg/kg und einem mg/m ² Basis sind. 

In Ratten wurden teratogenische Wirkungen nicht gefunden, als das Medikament , in Dosen von 75 mg/kg/Tag gegeben wurde, welche ungefähr  das 62,5 and  3,5-fache der maximalempfohlenen menschlichen Dosis auf jeweilig einer mg/kg und mg/m ² Basis sind . 

Deshalb sollte Ritalin, bis mehr Information zur Verfügung steht, nicht für Frauen während der Stillzeit verschrieben sein, es sei denn, in der Meinung vom Arzt überwiegen die potentiellen Nutzen die möglichen Risiken.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
hierzu keine Angaben  Krebs - Carcinogenesis / Mutagenesis
keine Angaben In einer Untersuchung zur Kanzerogenität an Mäusen (B6 C3 F1) wurde bei einer Tagesdosis von ca. 60 mg/kg das Auftreten von hepatozellulären Adenomen (benigner Tumor) beobachtet.

Ausschließlich bei männlichen Tieren sind Hepatoblastome (seltener maligner Tumor) aufgetreten. Die verwendete Dosierung war ca. 30 bzw. 2,5 mal höher (Dosis mg/kg bzw. mg/qm) als die empfohlene Maximaldosis für die Anwendung beim Menschen. Der untersuchte Mäusestamm ist für die Entwicklung von Lebertumoren besonders anfällig. Die Bedeutung dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt.

Die Untersuchungen an Ratten (F 344) erbrachten keinen Hinweis auf Kanzerogenität. Die höchste Dosierung in dieser Studie betrug ca. 45 mg/kg täglich, dies ist ungefähr 22mal und 4mal die maximalempfohlene menschlichen Dosis auf mg/Kg und mg/m2 Basis, jeweilig.

n zwei weiteren in vitro Tests (Ames Umkehr-Mutationstest, Maus- Lymphomzell- Vorwärtsmutationstest) zeigten sich keine mutagenen Effekte - in vivo Untersuchungen liegen nicht vor.

Schwesterchromatid-Austausch und Chromosomenabweichungen in einer in- vitro- Prüfung in kultivierten chinesischen Hamstereierstock-(CHO) Zellen waren gesteigert, was für eine schwache clastogenische Antwort spricht. 

Das genotoxische Potential von Methylphenidat ist nicht  in einem in-vivo-Test beurteilt worden.

 

  C. zusätzliche Quelle, Fachinformation Geigy
Stand
03/1996, Auszug

Toxikologische Eigenschaften


Tierexperimentelle Untersuchungen zur Teratogenität sind nicht bekannt.

Von klinischer Seite gibt es bislang keine Hinweise für eine teratogene oder mutagene Wirkung bzw. kanzerogene Effekte.

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
 

Medikamentenabhängigkeit

Bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch hat Methylphenidat ein stark ausgeprägtes psychisches
Abhängigkeitspotential.
 

Es muß jedoch die Möglichkeit des Arzneimittelmißbrauchs oder der Drogenabhängigkeit im Umfeld des Patienten beachtet werden.

Ritalin sollte stets vorsichtig bei emotional instabilen Patienten eingesetzt werden, sowie bei jenen mit einer Geschichte der Medikamentenabhängigkeit oder des Alkoholismus, weil solche Patienten die Dosierung auf eigene Initiative steigern können.


  Chronischer Missbrauch in der  Verwendung kann zu nachlassender Toleranz und psychischer Abhängigkeit mit veränderlichen Graden eines anormalen Benehmens führen. 
  Offene psychotische Episoden können besonders bei Mißbrauch durch Injektionen (perenterale Einnahme)  auftreten. 

Sorgfältige Überwachung ist erforderlich während des Absetzen des Medikaments, da schwerwiegende Depressionen wie auch chronische Überaktivität demaskiert werden kann. 

Eine langfristige Nachbehandlung kann wegen der Grundpersönlichkeitsstörungen des Patienten erforderlich sein.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in den zugelassenen Anwendungsgebieten ist die Abhängigkeitsgefahr gering
bzw. praktisch nicht vorhanden, 
 

Mißbrauch und Abhängigkeit scheinen auch bei Jugendlichen und Erwachsenen, die als Kinder Ritalin zur Therapie hyperkinetischer Verhaltensstörungen erhalten haben, nicht häufiger aufzutreten als bei Kindern oder Jugendlichen, bei denen Ritalin nicht angewendet worden ist. 
 

 

A. Beipackzettel, 08/2000   B. Novartis, USA
Nebenwirkungen 
Ungünstige Reaktionen
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Ritalin auftreten?  
Bei Kindern mit Hyperkinetischem Syndrom kann der Nachtschlaf beeinträchtigt werden. Des
halb wird die letzte Gabe von Ritalin vor 16.00 Uhr empfohlen.

Als häufige Nebenwirkungen treten Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden auf. Diese
unerwünschten Wirkungen klingen mit steigender Therapiedauer zumeist ab.
Nervosität und Schlaflosigkeit sind die allgemeinsten ungünstigen Reaktionen,  werden aber normalerweise durch Reduzieren der Dosierung und Weglassen des Medikamentes am Nachmittag oder Abend kontrolliert. 

Darüber hinaus werden bei Kindem mit hyperkinetischem Syndrom folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Andere Reaktionen umfassen ...
  Dyskinesien (orofaziale Dyskinesien)
Übererregbarkeit,   Übererregbarkeit
 Müdigkeit, Schläfrigkeit;
Traurigkeit, vorübergehende Verstimmung (transiant depression)
Ängstlichkeit, Ängstlichkeit,
Weinerlichkeit,    
Kopfschmerzen, Kopfschmerz;
Schwindel, Schwindel
Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit (Anorexie)
Mundtrockenheit, -
Durchfall und Verstopfung; -
 in Einzelfällen psychotische Reaktionen mit Sinnestäuschungen sowie
-
Auslösung von Muskelzuckungen (Tics) und Verhaltensstereotypien, unwillkürliche Gesichtsbewegungen,  -
ferner
Oberempfindlichkeitsreaktionen wie Bindehautentzündungen, 

Kribbelgefühle, Hautausschläge, Bläschenbildung der
Haut und Schwellungen
auch mit Fieber,  

Hypersensitivitätsreaktionen, wie...

rötlicher Hautausschlag (multiformes Erythem) mit histopathologischen Funden von nekrotisierenden Hautveränderungen (Vasculitis)

Nesselsucht (Urtikaria)

Fieber

Hautabschälungen (exfoliative Dermatitis)

 Haarausfall, Einige Fälle des Haarverlustes.
Gelenkschmerzen sowie Gelenkschmerzen (Arthralgien)
Verminderungen der Blutplättchen
(Thrombozytopenie), der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) sowie der roten Blutkörperchen (Anämie).
Thrombozytopenie

Leukopenie und/oder Anämie;

- Blutdruck- und Pulsänderungen
- Herzrhythmusstörungen  (Arrhythmie)
- Herzklopfen (Palpitationen)
- Herzrasen (Tachykardie)
- Angina (Verengungen -nicht näher erläutert, im Zusammenhang mit der Fachnachricht wohl als dieses zu deuten: Durchblutungsstörungen im Gesicht, wie allergische Reaktion anmutende:  Angioneurotisches Ödeme.)
- Übelkeit
- Unterleibsschmerz
- Es haben seltene Berichte über Tourette Syndrom gegeben. 
- Von toxischer Psychose ist berichtet worden. 
- Obwohl eine sichere kausale Verbindung nicht bewiesen  wurde ist, ist von Patienten, die dieses Medikament nehmen, das Folgende berichtet worden: 
- Fälle anormaler Leberfunktion, die sich  von der Anhebung der Transaminase bis zu hepatitischem Koma erstrecken;  
- Isolierte Fälle von  Entzündung (zerebrale Arteriitis) und/oder Verschluß von Hirngefäßen (zerebrale Okklusion)  
- Sehr seltene Berichte über Neuroleptic Malignant Syndrom (NMS) sind erhalten worden und in meisten von diesen Berichten erhielten übereinstimmend die Patienten mit NMS verbundene Therapien. 

In einem einzelnen Bericht, erlebte ein zehn Jahre alter Schüler, der Methylphenidate  für ungefähr 18 Monate genommen hatte, ein  NMS- ähnliches Ereignis innerhalb von 45 Minuten, nachdem er seine erste Dosis von Venlafaxine aufgenommen hatte. 

Es ist unsicher, ob dieser Fall eine Medikament- Medikament- Interaktion darstellte, eine Antwort auf eines der Medikamente oder eine andere Ursache hat. 

- Bei  Kindern kann der Verlust an Appetit, Unterleibsschmerz, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit und Herzrasen (Tachykardie)  während einer verlängerter Therapie häufiger auftreten; jedoch kann jede der anderen der hier als ungünstig aufgelisteten Reaktionen ebenso auftreten. 
Bei Erwachsenen mit Narkolepsie:

Häufig werden Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Geräuschempfindlichkeit, Mundtrockenheit, Herzjagen,
Herzklopfen, Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Veränderungen (meist Erhöhung) des Blutdrucks und Schwitzen beobachtet. Gelegentlich kommen Unruhe, Übererregbarkeit, Aggressivität, Verfolgungsideen, Angst,
Entzündungen der Mundschleimhaut und Überempfindlichkeitsreaktionen vor.
Selten oder vereinzelt sind psychotische Reaktionen mit Sinnestäuschungen sowie vermehrtes Träumen beobachtet
worden.

In Einzelfällen Entzündung oder Verschluß von Hirngefäßen.

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Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin/Ihrem Apotheker mit.  
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, ob wegen der Nebenwirkungen die Dosis von Ritalin verringert werden sollte, oder ob die Behandlung  abgebrochen werden muß.
 

 

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Anwendungsfehler und Überdosierung

ÜBERDOSIERUNG

 

Was ist zu tun, wenn Ritalin in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche
Überdosierung)?
 
Die Symptome einer Überdosierung betreffen hauptsächlich das Herz-Kreislauf-System und das Zentrale Nervensystem. 

Es kann zu beschleunigtem HerzschlagHerzrhythmusstörungen und zu hohem Blutdruck kommen. Auch Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Zittern und Erbrechen sind möglich. 

Im Falle einer Überdosierung ist unbedingt ärztliche Behandlung notwendig.

Zeichen und Symptome von akutem Überdosierung, die sich vornehmlich aus Überstimulation vom zentralen nervösen System und aus übermässigen sympathomimetischen Wirkungen ergeben, können folgendes umfassen: 

Erbrechen, Agitiertheit, Tremor, Reflexübersteigerung (Hyperreflexie), Muskelzuckungen, Krämpfe (kann von Koma gefolgt werden), Euphorie, Konfusion, Halluzinationen, Delirium, Schweißausbruch, Hitzewallungen, Kopfschmerz, Körperüberhitzung (Hyperpyrexie), Herzrasen (Tachykardie), Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Pupillenerweiterung (Mydriasis) und Schleimhauttrockenheit. 

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Ein Giftkontrollzentrum für aktuelle Führung und Rat konsultieren, das Behandlung übernimmt.

Behandlung besteht aus entsprechenden stützenden Maßnahmen. 

Der Patient muß gegen Selbstverletzung und gegen externe Reize geschützt  werden, die die Überstimulation verschlimmern würden, die schon anwesend ist.

Mageninhalt kann mittels Magenspülung geleert werden. Bei Vorliegen einer von schwerwiegenden Intoxikation eine sorgfältig abgemessene Dosierung von schnell-wirkenden Barbiturat vor dem Ausführen einer Magenspülung verwenden.

Andere Maßnahmen um die Eingeweide zu entgiften umfassen die Einnahme von aufgelöster Holzkohle und einem Abführmittel.

Intensive Sorge muß der adäquaten Blutzirkulation und der Atmung gelten; externe kühlende Verfahren können für Hyperpyrexie verlangt werden.

Die Wirksamkeit einer peritonealen Dialyse  oder extrakorporealen Hemodialyse für Ritalin- Überdosierungen  ist nicht bewiesen worden.

 

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Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Ritalin angewendet oder eine Anwendung vergessen haben?

Sollten Sie die Einnahme von Ritalin vergessen haben, so nehmen Sie die Tabletten sobald Sie es bemerken. Ist es
bereits Zeit für die nächste Einnahme, so lassen Sie die vergessene Dosis weg. 

Verdoppeln Sie nie von sich aus die Einzeldosis.

 

 

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Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt
beachten?

Ritalin kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen verändern. Sie können dann auf
unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.

Fahren Sie nicht selbst Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge und Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Beachten Sie besonders, daß Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!

Narkolepsie-Patienten sind unbehandelt unfähig zum Führen von Kraftfahrzeugen und Bedienen von Maschinen.

Unter der Behandlung mit Methylphenidat kann das Führen von Kraftfahrzeugen unter Umständen bedingt möglich sein, wenn bei auftretender Müdigkeit eine sofortige Unterbrechung der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr gesichert ist und Verkehrssituationen mit hohen Aufmerksamkeitsanforderungen gemieden werden können.

Diese Angaben der Spalte A (links) müssen speziell die deutschen Rechtsabteilungen erfunden haben, um 

die übliche General-Enthaftung 

für Alles und Jedes einzubauen.

 

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Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung beenden?
Bei Unterbrechung oder vorzeitiger Beendigung der Behandlung mit Ritalin können die Symptome der Krankheit
wieder auftreten. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, bevor Sie die Tabletten absetzen wollen.
 

 

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Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels

Das Verfalldatum dieser Packung ist auf der Faltschachtel und dem Formteil der Durchdrückpackung aufgedruckt.

Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!

Wie ist Ritalin aufzubewahren? 

Nicht über + 25 °C aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen.
Stand der Information Februar 

1997/MS 02/7

 

 

(* die deutsche Variante, links, wurde nach Übereinstimmung
mit der englischen Version umsortiert)

Im Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (AMG) ist die Pflicht zur Erstellung einer Fachinformation in § 11a gesetzlich verankert. Der pharmazeutische Unternehmer stellt daher für alle ab dem 1.2.1987 zugelassenen Arzneimittel den Fachkreisen auf Anforderung eine Fachinformation zur Verfügung.

Fachinformationen für verscheibungspflichtige Arzneimittel dürfen nur an Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker versandt werden.

 

FAZIT:

Wir bedanken uns bei den Amerikanern für ihren Beipackzettel.

 

Hypies 08 / 2000