Hypies - Medikamte

Es gibt inzwischen weitere Meldungen in vielen Medien zu diesem Vorgang,
die im wesentlichen die hier vorgebrachten Inhalte wiedergeben.
Von einer Überdosierung in manchen Fällen konnten auch wir
uns überzeugen, in Berlin gibt es auch Ärzte, die mit Vorliebe im
oberen Bereich dosieren. Darüber kann man und sollte man streiten.

Ein bißchen mehr Kontrolle kann nicht schaden.

Es haben nun aber auch schon wieder besorgte Leute getuschelt, wir würden in den Anti-Ritalin-Chor einstimmen,
der immer wieder in Amerika, dann England, schließlich dann in Deutschland sein Lied anstimmt.
Das tun wir nicht, aber warum sich nicht mit diesen Meldungen auseinandersezten?
Werden wir doch bloß keine Griesbrei-Fresser (nach Tuchholsky), die einen harten Kanten nicht gebissen bekommen.

Nun zum Text:

The Independent (on-line) 22.02.99

Alarm für "Zombie"-Pillen Nutzung in Großbritannien

Von Ian Burrell, Inlandskorrespondent

Ein Ausschuß der Vereinten Nationen wird in dieser Woche eine WHO-Untersuchung eine Untersuchung anstreben, die über die medizinischen Effekte einer Stimulantien-Substanz Auskunft geben soll, die nach Angaben des Ausschuß an Britische Kinder in erschütterndem Ausmaß gegeben wird.

Ein Report des UN Internationalen Narcotic Control Board berichtet, daß der Gebrauch der "Droge" Methylphenidat ,d.h. Ritalin, im letzten Jahr um 100 % in mehr als 50 Ländern gestiegen ist.

Die Amphetamin-basierende Substanz wird von Doktoren an hyperaktive Kinder verschrieben, weil es hilft, sie ruhiger zu stellen. Aber in Schottland, wo die Anwendung recht umfassend ist, wird sie nach Angaben von Drogenhilfe-Gruppen illegal an Erwachsene verkauft.

Das UN-Board warnt, daß wenn keine Kontrollen eingeführt werden, der Grad der Verbreitung den der Vereinten Staaten erreichen könnte, wo inzwischen Säuglinge im Alter von einem Jahr dieses Medikament (o. Droge) erhalten und in einigen Schulklassen bis zu 40 % der Kinder es benutzen.

In Großbritannien haben Kritiker erklärt, daß Doktoren Schulzimmer von "Zombies" erzeugen. Die Anzahl der Verschreibungen ist von 2.000 in 1991 auf 92.000 im letzten Jahr angestiegen. Die Belastung der Krankenkasse durch Ritalin betrug im letzten Jahr £1.6 Mio. und wird in 1999 wahrscheinlich über £ 2 Mio. ansteigen.

Mediziner und Kinderärzte fordern eine Untersuchung der Langzeit-Effekte der Substanz, die für Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADD) verschrieben wird.

In ihrem Report fordert die UN die Regierungen in Großbritannien und zehn weitren Ländern auf, "mögliches Überdiagnostizieren von ADD zu verfolgen und exzessiven Gebrauch der Substanz zu zügeln".

The Independent (on-line) 22-02-99

Alarm at 'zombie' pill use in UK
By Ian Burrell, Home Affairs Correspondent

A United Nations body will this week call for a World Health Organisation investigation into the medical effects of a stimulant drug which it says is being given to British children at a "staggering" rate.

A report by the UN's International Narcotics Control Board says that use of the drug methylphenidate, or Ritalin, has risen by 100 per cent in more than 50 countries in the past year.

The amphetamine-type drug is being prescribed by doctors to hyperactive children because it helps calm them down. But in Scotland, where its use is particularly widespread, drug-support groups say it is being sold illegally to adults.

The UN board warns that unless checks are introduced, levels of use in Britain could reach those in the United States, where one-year-olds are now being given the drug and up to 40 per cent of children in some school classes are using it.

In Britain, critics have claimed that doctors are creating classrooms of "zombies". The number of prescriptions has risen from 2,000 in 1991 to 92,000 last year. The National Health Service bill for Ritalin was £1.6m last year and this year is expected to rise above £2m.

MPs and paediatricians have called for an inquiry into the long-term effects of the drug, which is designed to help children with attention deficit disorder (ADD).

In its report, the UN calls on the governments in Britain and 10 other countries to "seek out possible over-diagnosis of ADD and curb excessive use".

Hypies Berlin