Hypies Medikamente
Es gibt inzwischen weitere
Meldungen in vielen Medien zu diesem Vorgang,
die im wesentlichen die hier vorgebrachten Inhalte wiedergeben.
Von einer Überdosierung in manchen Fällen konnten auch wir
uns überzeugen, in Berlin gibt es auch Ärzte, die mit Vorliebe
im
oberen Bereich dosieren. Darüber kann man und sollte man
streiten.
Ein bißchen
mehr Kontrolle kann nicht schaden,
gut recherchierte Informationen schaden allerdings auch nicht.
Diese hier sind es nicht.
Es haben nun aber auch schon
wieder besorgte Leute getuschelt, wir würden in den
Anti-Ritalin-Chor einstimmen,
der immer wieder in Amerika, dann England, schließlich dann in
Deutschland sein Lied anstimmt.
Das tun wir nicht, aber warum sich nicht mit diesen Meldungen
auseinandersezten?
Werden wir doch bloß keine Griesbrei-Fresser (nach Tuchholsky),
die einen harten Kanten nicht gebissen bekommen.
Nun zum Text:
| The
Independent (on-line) 23.02.99 "Zombie"-Pillen Dosis steigt Von Marie Woolf, Politischer Korrespondent Die Krankenkassen geben mehrere Millionen Pfund für eine "Droge"für zerstörerische Kinder aus, was Kritiker dazu führt, zu befürchten, es werden Schulzimmer voller sedierter "Zombies" geschaffen. Die Anzahl der Verschreibungen für Ritalin, eine Amphetamin-basierende Substanz die hyperaktive Kinder beruhigt, ist von 2.000 in 1991 auf 92.000 im letzten Jahr gestiegen. Mediziner, unterstützt von Kinderärzten, haben nach einer Untersuchung durch den Gesundheitsminister verlangt, um herauszufinden, weshalb dies so ist und ob die langanhaltende Anwendung gesundheitsschädigende Auswirkungen auf das Lernen und das Verhalten haben kann. Die Substanz, erhältlich seit 1957, wird Teenagern und Kindern, von denen manche grad mal fünf Jahre alt sind, verschrieben. Die Kosten des Gesundheitswesens für Ritalin waren £1,636,000 im letzten Jahr und werden in 1998 (???) wahrscheinlich über £2 Millionen ansteigen. Ärzte sagen, daß der Gebrauch in Städten und Bereichen mit sozialer Armut, niedrigen Einkommen und hohen Kriminalitätsraten weiter verbreitet ist. Familien mit Kindern auf Ritalin gehören oft zu den Sozialhilfeempfängern, die hierdurch einen höheren Satz erhalten können. Sonderlehrer, die mit schwierigen Kindern arbeiten, sagen, das manche Eltern dies als Anreiz betrachten könnten, nach der "Droge" zu verlangen. "Meine Erfahrung mit einigen Kindern auf Ritalin ist, das es hilft, aber wenn sie eine zu hohe Dosis nehmen, werden sie mitunter schläfrig", fügt eine Sonderlehrer hinzu. "Ich habe von einem Lehrer gehört, der sie als zu ruhig und passive, unansprechbar - verzombiet, beschrieb." Ritalin, dessen chemische Bezeichnung Methylphenidat ist, wird eingesetzt, um Kinder mit Aufmerksamkeits Defizit Symdrom (ADD) ruhiger zu machen. Es wirkt auf den Teil des Gehirns, der anti-soziales Verhalten steuert und hebt ihre Fähigkeit, aufmerksam zu sein, an. (Anm. Übersetzer: Wieder ein neues Gehirnteil gefunden! Kicher!) Aber Ärzte befürchten, das unartige Kinder, die eigentlich keine medizinischen Probleme haben, dosiert werden, um sie unter Kontrolle zu bekommen, wie etwas Kinder, deren Probleme aus Mißbrauch oder Vernachlässigung herrühren. Sie befürchten auch, unbequeme Kinder die "Droge" bekommen, als Alternative für den Ausschluß aus der Schule und kostenspielige Beratungskurse. "Eine Menge Kinderärzte fühlen sich sehr unglücklich hierin. Sie sind sehr zurückhaltend wesensverändernde Drogen zu verschreiben, " sagt Dr. Harvey Marcovitch vom Royal College of Paediatrics and Child Health. "Viele von uns sind sehr skeptisch über die Gründe von Hyperaktivität. Einige meine, sie ist ein Produkt des Lernens, der Beziehungen und des TV-Konsums." Ärzte sagen, daß Kürzungen bei den Kinderpsychologen, Gesundheitsbesuchen und Sozialarbeitern zu einem Niedergang der Hilfen für Problemkinder geführt haben. Sie befürchten, daß Kinder sediert werden, wegen eines Mangels an Hilfen für kurzfristige Verhaltensprobleme und daß einige GPs keinen professionell fachlichen Rat vor der Verschreibung einholen. "Ernsthafte emotionelle Störungen sind extrem verbreitet bei Kindern. Alle Umfragen zeigen dies und dies wird oft übersehen", sagt Dr. Duncan Keeley des Royal College of General Practitioners. "Es gab einen Abbau von sozialen Diensten die sich mit bedürftigen Kindern befassen. Armut bei Kindern ist angestiegen, Familientrennungs-Raten steigen und ebenso all diese Umstände, die gewöhnlich zu Verhaltens-Störungen bei Kindern führen." Um 7.000 Kinder werden vermutet, nehmen Ritalin jeden Tag, obwohl exakte Statistiken nicht erhältlich sind. Grundschullehrer werden angehalten, den Fortschritt der Kinder unter Ritalin einzuschätzen und die Einnahme zu verwalten. Dagegen wehren sich die Lehrer-Gewerkschaften. "Unser Rat an die Lehrer ist komplett eindeutig", sagte eine Sprecherin einer dieser Organisationen (NUT). "Sie sollten nicht in diesem Prozeß beteiligt sein, bis sie darin ausgebildet sind." Die Langzeitwirkungen von Ritalin sind unbekannt, obwohl die Nebeneffekte für Kinder, die von Kinderpsychiatern mit ADD diagnostitiert wurden, gering sind. Angela Smith (Abgeordnete), die von besorgten Mitgliedern kontaktiert wurde, schreibt derzeit an Frank Dobson, um eine Untersuchung des steilen Anstiegs der Verschreibungen zu erreichen. "Ich bin mir sicher, wenn Doktoren dies tun, tun sie dies im Interesse der Kinder," sagte die Labour-Abgeordnete für Basildon. "Aber wenn wir uns den alarmierenden Anstieg im Lande anschauen, sollten wir uns für die Suche nach den Wurzeln des Problems entscheiden und nicht nur die Symptome behandeln." |
The Independent (on-line) 23-02-99 'Zombie drug' doses soaring By Marie Woolf, Political Correspondent The health service is spending millions of pounds on a drug for disruptive children which critics fear is creating classrooms of sedated "zombies". The number of prescriptions for Ritalin, an amphetamine-type drug that calms hyperactive children, has risen from 2,000 in 1991 to 92,000 last year. Mps, backed by paediatricians, have called for an enquiry by the Health Secretary into why this is so, and whether prolonged use can have damaging effects on learning and behaviour. The drug, available since 1957, is being prescribed to teenagers and children as young as five years old. The NHS bill for Ritalin was £1,636,000 last year and is expected to rise beyond £2m in 1998. Doctors say it is used more widely in towns and areas with social deprivation, low incomes and high crime rates. Families with children on Ritalin may also qualify for disability living allowance of up to £34 a week. Special needs teachers, who work with difficult children, say that some parents regard this as an incentive to push for the drug. "My experience of a few children taking Ritalin is it is successful [but] if they take too large a dose they can become sleepy," added one special needs teacher. "I have heard one teacher describing them as too quiet and passive and unresponsive - zombified." Ritalin, whose chemical name is methyl phenidate, is designed to calm down children with Attention Deficit Disorder. It works on the part of the brain that controls anti-social behaviour, and increases their ability to pay attention. But doctors fear that naughty
children with no medical problems may be also being dosed
to keep them under control, such as those whose They also fear that disruptive children are being given the drug as an alternative to exclusion from school and costly counselling courses. "A lot of paediatricians feel very unhappy about this. They are very reluctant to prescribe mind-altering drugs," said Dr Harvey Marcovitch, of the Royal College of Paediatrics and Child Health. "Many of us are very sceptical about the causes of hyperactivity. Some people say it is a product of learning and relationships and watching too much TV." Doctors say that a shortage of
child psychologists, health visitors and social workers
has led to a breakdown in the support for problem "Serious emotional disturbance is extremely common in children. All the surveys show this and it is often short-lived," said Dr Duncan Keeley of the Royal College of General Practitioners. "There has been a disappearance of social services targeted at needy children. Poverty among children has increased, family breakdown rates are up, and so all the circumstances likely to lead to behavioural disorder in children." Around 7,000 children are believed to be taking Ritalin every day, although exact statistics are unavailable. Primary school teachers are being asked to assess the progress of children on the drug and administer it every few hours. Yet teachers' unions object to this. "Our advice to teachers is completely clear," said a spokeswoman for the NUT. "They shouldn't be involved in giving drugs to children unless they are properly trained." The long-term effects of Ritalin are unknown, although the side effects for children diagnosed by child psychiatrists as having Attention Deficit Disorder are minor. Angela Smith MP, who has been contacted by concerned constituents about the drug, is today writing to Frank Dobson asking for an enquiry into the steep rise in prescriptions. "I am sure when doctors are doing this they are acting in the best interest of the child," said the Labour MP for Basildon. "But when we see such an alarming increase around the country we ought to be finding out what the root cause of the problem is, and not just treating the symptoms." (c) Copyright. Published by Independent Newspapers (UK) Ltd, 1 Canada Square, Canary Wharf, London E14 5DL |
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