Hypies Brainworkz
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PET-SCANS Positronenemissionstomografie |
Dopaminmangel bei Morbus Parkinson
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| "In dieser Reihe von Bildern, wurde ein PET-Gerät
genutzt, um Abbilder des Gehirns zu machen, die zeigen, wo eine höhere
Konzentration von DOPA existiert (die bohnenförmigen Regionen in Rot
und Grün sind Teil der Basalganglien).
Die oberen Bilder zeigen ein normales Gehirn, die mittleren das Gehirn eines Patienten mit Parkinson (man sieht die niedrigere Konzentration von DOPA. Die untere Bildreihe zeigt das Gehirn des selben Patienten nachdem er ein DOPA-ausströmendes Implantat* erhalten hat (die DOPA-Konzentration ist fast wieder normal). Dies ist wunderbares Material, das es möglich macht, ein Fenster in das Gehirn zu bauen." Renato M. Sabbatini |
| * Bereits 1960 wurde der Dopamin-Mangel bei
Parkinson-Patienten entdeckt. 1969 schrieb der britische
Neurophysiologe über die Wirkung der Neurotransmitter in seinem Artikel
"The release of neural transmitter substances". 1987
wurde in Mexico-City der Anfang gemacht, Nebennierenmark in einen
Seitenventrikel des Gehirns zu pflanzen und so die Symptomatik zu
verringern.
Man beachte, dass diese Funde und Kenntnisse bereits vor der Zeit der PET-Bildchen existierten. Nun sehen wir auf den Bildern eigentlich nur in Echtzeit, was wir bereits wissen. |
| Zu Morbus Parkinson:
Es handelt sich um ein Syndrom, dass nicht nur eine bestimmte Erscheinung beschreibt, sondern etliche ähnliche Symptome in sich vereint und als größten gemeinsamen Nenner die folgenden Symptome als Mengenklammer setzt: "Der sog. idiopathische M. Parkinson wird definiert über die klassische Trias von Akinese, Rigor und Tremor (übersetzt: Unbeweglichkeit, Steifheit und Zittern) sowie durch posturale Instabilität (übersetzt: bei stark gekrümmter Haltung, fällt der Patient oft um) und oft weniger beachtete kognitive, emotionale und vegetative Veränderungen. Außerdem gelten ein zumindest in den ersten Jahren gutes Ansprechen auf L-Dopa und der neuropathologische Nachweis von Lewy-Körperchen in der Substantia Nigra pars compacta (übersetzt: ein kleines, schwarzes Organ des Gehirns) als wesentliche Kriterien." "Das Ansprechen auf L-Dopa ist in Ausmaß und Dauer individuell sehr unterschiedlich. Außerdem ignoriert der pharmakologische Teil der Definition die Beteiligung der glutamanergen, serotoninergen und noradrenergen Systeme, die sich z.B. in der regelhaften Ansprache auf Amatadinsalze manifestiert. Dies mach deutlich, daß die derzeit verbreitete Definition des M. Parkinson einen vorläufigen Charakter hat." Neurogenetik, Molekulargenetische Diagnostik neurologischer Erkrankungen, O. Rieß/ L.Schöls, 1998 |
| Fazit: Die Bilder zeigen, was wir sehen wollen -
einen Ausschnitt, der genau dort ansetzt, wo etwas bestimmtes bewiesen
werden soll - das zur Zeit machbare und mit PET sichtbare wird mit einer
tiefgehenden Klärung von Ursachen verwechselt. Im Fall Parkinson ist es der pharmakologische Blick auf das dem Patienten fehlende Dopamin. Andere beteiligte Neuro-Systeme bleiben mangels verständiger Blickrichtung verborgen. Was wir so nicht erfahren: Die Landkarte ist noch ungeschrieben, es wird getappt und sogleich verkündet. Bei dieser Art der Entdeckungsreise wird es noch viel Überraschungen geben müssen. |
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07/2000