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Hirnfunde |
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Hier geben wir drei Menschen das Wort, Russel Barkley Ihre Sichtweisen bezeichnen zwei verschiedene Positionen: Die eine Sichtweise geht von der Gültigkeit und Verwertbarkeit der Funde aus, die andere stellt angesichts der Geschichte der medizinischen Forschung die Suche nach der "Störung in der Materie" selbst in Frage. |
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Dr. Russell Barkley ist Professor der Psychiatrie und Neurologie am University of Massachusetts Medical Center |
"Nachdem die Technologie
fortgeschritten war, sahen wir den Beginn des Neuroimaging",
erklärt Barkley.
"CAT-Scans, MRIs (Magnetisches Resonanz Imaging), PET-Scans (Positronen-Emissions-Tomografie) und FMRIs (funktionelle MRIs) helfen, die Hirnaktivität zu messen und erlauben uns, die Neurologie hinter den Störungen zu sehen..."
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Thom Hartmann ist Schriftsteller, Therapeut, lebt in Vermont, USA |
"ADD ist eine Hirnstörung oder ein
Indikator für einen Hirnschaden. Dieses Modell geht davon aus, dass etwas nicht in Ordnung ist: |
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Irgendwie ist das Gehirn
verdreht worden, verformt oder beschädigt, und es funktioniert nicht
anständig. Weil dieses Modell auf das medizinische Modell „der Körper
als Maschine“ zurückgeht, gilt die Suche dem kaputten Teil und der Möglichkeit,
es zu reparieren:
Gesucht werden „Teile“, die darauf hindeuten, dass sie Mängel enthalten oder einen Überschuss der verschiedensten Neurotransmitter (einschließlich Dopamin, Serotonin, Adrenalinsubstanzen, Acetylcholin und andere); und ebenso verdächtig sind bestimmte Hirnstrukturen (beschädigte oder unterentwickelte Frontallappen, Hinterhauptlappen, Scheitellappen), und eine allgemeine Dysfunktion des Nervensystems." |
Heinar Kipphardt (+)
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Heinar Kipphardt schrieb im Jahre 1976 in seinem Buch „März“ bedauernd: „Die psychiatrische Forschung unternimmt seit nahezu hundert Jahren ausgedehnte und aufwendige Fahrten ins Blaue, um körperliche Veränderungen, Substanzen oder Prozesse zu entdecken, die sie einer organisch-körperlichen Erklärung der veränderten Funktionen, die als Krankheit bezeichnet werden, näher bringt.
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| Von jeder dieser Fahrten
werden Fundstücke abgeliefert, die sich bei näherer Prüfung als
wertlos erweisen, die aber niemanden hindern, sogleich wieder mit neuer
Expedition ins gleiche Gebiet zu starten, ausgestattet mit verbesserten
Messtechniken und Rechenmaschinen, aber auch immer mit der gleichen
Betrachtungsweise.
Im Laufe seiner Ausbildung erfährt der Psychiater heute noch nicht das geringste von einer Psychiatrie als Wissenschaft von den gestörten menschlichen Beziehungen.“ |
www.hypies.de
07/2000