OCD - Medikation
Und so sieht die Pharmazeutische Industrie das Problem:
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OCD erkennen und behandeln Das OCD - hier übersetzt mit : "besessen zwanghafte Störung" ist eine biologische Fehlfunktion, die durch ein Ungleichgewicht des Hirnstoffes Serotonin entsteht. [...] Diese zeitverschlingende Störung ist besonders schwächend, wenn und weil sie Kinder betrifft, die in einer kritischen Periode sozialer und schulischer Entwicklung stehen. "Die gute Nachricht ist, daß OCD behandelbar ist", sagt Doktor Eric Hollander, Professor der Psychiatrie, Mount Sinai School of Medicine. "Die Mehrheit der Menschen, Kinder und Erwachsene, reagieren gut auf die [medikamentös begleitete] Therapie. Diese Kampagne soll helfen, die Störung von ihren Vorurteilen zu befreien und soll mehr Kindern erlauben, mit ihren Mamas und Papas über ihre Symptome zu sprechen." Neue Behandlungs-Richtlinien für OCD empfehlen kognitive Verhaltenstherapie, kombiniert mit Medikamenten. Eine neue Gruppe von Medikamenten, die man Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI selective serotonin reuptake inhibitors) nennt, haben bewiesen, daß sie auf die chemische Unausgewogenheit wirken, von der man annimmt, daß sie zu OCD führt. Einer dieser SSRIs, LUVOX(R) (fluvoxamine maleate) Tabletten, der von der U.S. by Solvay Pharmaceuticals, Inc. entwickelt wurde, bekam kürzlich als erstes seiner Klasse die Freigabe der U.S. Food and Drug Administration für die Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit OCD. Quelle: Obsessive-Compulsive Foundation |
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Alles klar? Nun sollte man denken, alles klar, wir bestellen gleich mal eine Ladung und bringen unsere Neigung zur Überfokusierung in Ordnung, lassen unser zwanghaftes Grübeln hinter uns und packen das Übel dort wo es hockt - mittels SSRI Tabletten. Was wir auf jeden Fall wissen, ist, daß ein Kind mit OCD sich nicht verstecken sollte müssen. Wollen wir nicht gleich alles wieder verstecken, bevor wir uns nicht kurz verbeugt haben, vor den Wundern der Natur, die uns Menschen jeder erdenklichen gedanklichen Sorte spendiert. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, daß hier die Panik der Eltern zur Eile antreibt, eher ließe man wohl die Panik der Kinder gelten, wenn es denn eine gibt. Aber nicht jedes OCD-Kind hat den Leibhaftigen im Genick. Sollen sie einen Augenblick lang so bleiben wie sie sind, ohne Angst vor Ausgrenzung, Ausmerzung und Anpassungsnot, bevor wir mit Ihnen zusammen überlegen, was sie wirklich brauchen. Vielleicht brauchen wir Mutter Solvay Pharmaceutics Inc., vielleicht auch uns alle, vielleicht etwas, was wir noch nicht kennen.
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(c) Hypies 1998